Erfolgreicher Protest gegen rechtsextremes Zeltlager in Pommelsbrunn

Am heutigen Samstag haben mehr als 150 Antifaschist*innen in Pommelsbrunn gegen ein kurzfristig bekanntgewordenes Zeltlager der rechtsextremen Generation Deutschland demonstriert. Mit Musik und in mehreren Redebeiträgen wurde die Gefahr, die von der Nachwuchsorganisation der AfD ausgeht, an der Einfahrt zur sog. „Bärlauchwiese“ deutlich gemacht.

Für gute Stimmung sorgte der Auftritt des Pommelsbrunner Gemeinderats Timo Pleisteiner, der mit Akkordeon und passenden antifaschistischen Gstanzln für die zahlreichen anwesenden Pommelsbrunner*innen stand. Bereits im Vorfeld hatte engagierte Antifaschist*innen für die anreisenden Nazis Willkommensgrüße hinterlassen.

Während der Protestveranstaltung kam es zu einer Provokation seitens der Rechtsextremen. Diese versuchten an die Kundgebung heranzukommen und machten Fotos – ein klarer Einschüchterungsversuch. Die Kundgebung quittierte ihn lautstark mit Sprechchören. Irritationen löste auf unserer Seite das plötzliche Auftauchen zusätzlicher Polizeieinheiten auf, die sich um unsere Kundgebung herum positionierten.
Während gefährliche Rechtsextreme wenige hundert Meter weiter ungestört feiern konnten, wurden wir so zum Problem etikettiert.

Die Bärlauchwiese, auf der das rechtsextreme Zeltlager stattfand, befindet sich im Besitz des zweiten Vorsitzenden des „AfD-Ortsverband Hersbruck und Umland“ Frank Hartmann. Schon in der Vergangenheit fanden hier Veranstaltungen aus dem rechtsextremen Umfeld statt. Hartmann war auch heute verantwortlich dafür, dass viele Nazis aus ganz Bayern und darüber hinaus nach Pommelsbrunn gelotst wurden.

Während die AfD in Pommelsbrunn bei der Kommunalwahl 2026 mit gut 11 Prozent unterdurchschnittlich abschnitt, ist die lokale rechtsextreme Szene selbstbewusst und gut organisiert.

Mit Heinz Pflaumer, der in Pommelsbrunn das Gasthaus „Stern“ betreibt und Kurt Hähnlein, der ebenfalls in Pommelsbrunn ein Bauplanungsbüro betreibt, sitzen aktuell zwei AfD-Mitglieder im Gemeinderat. Insgesamt ließen sich zur Kommunalwahl neun Pommelsbrunner*innen für die rechtsextreme Partei aufstellen. Diese rechtsextreme Szene darf nicht akzeptiert werden, wenn Pommelsbrunn nicht in Zukunft als rechte Hochburg in der Hersbrucker Schweiz bekannt sein will. Die Rechtsextremen der Generation Deutschland und auch die lokale rechtsextreme Szene hat ein Ziel: Sie wollen rechtsextreme Strukturen auf- und ausbauen. Das muss Pommelsbrunn durchschauen und zurückweisen.

Wir werden die Verhältnisse in Pommelsbrunn auch in Zukunft im Auge haben und wo nötig intervenieren. Bei allem Ärger über das sog. „Bayerische Sommerfest“ der Generation Deutschland sehen wir aber auch eine Chance darin, die offensichtlichen Probleme in Pommelsbrunn dadurch in den Mittelpunkt zu rücken und den Rechtsextremismus vor Ort zurückzudrängen.

Wir danken allen Antifaschist*innen und vor allem auch den zahlreich anwesenden Pommelsbrunner*innen dafür, dass sie heute mit uns Gesicht gezeigt haben.

Pressemitteilung
Redebeitrag

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