Heute, am 7. Mai, konstituiert sich der Stadtrat in Lauf a.d. Pegnitz. Anders als hier bei uns in Hersbruck hat die AfD in unserer Nachbarstadt bei den vergangenen Kommunalwahlen leider den Einzug in den Stadtrat geschafft. Sie wird in den kommenden Jahren wie gewohnt hetzerisch und unkonstruktiv das politische Leben dort stören.
Rechtsextremist*innen auf der Staße und in unseren Parlamenten – das ist nicht normal. Deshalb findet zeitgleich zur Stadtratssitzung um 17:00 Uhr vor dem Rathaus eine Protestveranstaltung gegen die AfD statt. Wir unterstützen als „Hersbruck ist bunt“ natürlich diesen Protest. Wenn ihr Zeit habt, schaut vorbei!
Erneut ist die rechtsextremistische AfD heute in Hersbruck mit einem Infotisch aufgetreten. Es war der zweite Auftritt der Rechtsextremist*innen innerhalb weniger Wochen – diesmal haben wir zum Glück rechtzeitig davon Wind bekommen und konnten lautstarken Gegenprotest organisieren. Über 50 Antifaschist*innen versammelten sich ab 9:30 Uhr vor dem Hirschbrunnen am Oberen Markt. In mehreren Redebeiträgen und mit viel Musik wurde bis zum Abzug der Nazis demonstriert.
Wir vertreten die Einschätzung, dass sich die Rechtsradikalen den Termin bewusst ausgesucht haben, weil zeitgleich auch in Lauf eine große Kundgebung gegen den Antritt der Partei bei den kommenden Kommunalwahlen stattfand. Die Nazis erhofften sich wohl einen erneut störungsfreien Auftritt und eine damit einhergehende weitere Normalisierung in der lokalen Öffentlichkeit – das haben sie im Nachgang auch indirekt in der Presse bestätigt. Diesmal haben sie die Rechnung aber ohne uns gemacht. Die zahlreiche Teilnahme an der Protestkundgebung ist vor allem wegen der gleichzeitig in Lauf stattfindenden Kundgebung ein voller Erfolg.
Wie schon an anderer Stelle gesagt, ist es der rechtsextremistischen AfD auch wegen wiederholter Gegenproteste bei ihren öffentlichen Auftritten in Hersbruck nicht gelungen, zur Kommunalwahl eine Liste aufzustellen. Fast niemand will mit der Partei hier in Verbindung gebracht werden. Das bestätigt auch die beim Infostand anwesende Vorsitzende des Ortsverbands Alexandra Paul in der Presse. Von unserer Einordnung, dass die Partei es nicht einmal mit ihren unterirdischen Ansprüchen an Kandidat*innen schafft, eine Liste aufzustellen, fühlte sie sich scheinbar derart provoziert, dass sie kommentieren musste: Es gäbe sehr wohl „gute Leute, unter anderem Geschäftsleute aus Hersbruck“, doch die wollten nicht auf die Liste, aus Angst Kunden zu verlieren. Sie schafft es dabei, ihren eigenen Sympathisanten öffentlich Feigheit zu unterstellen. Das nennen wir eine erfolgversprechende Personalstrategie. Es beweist vor allem die eigenen, nicht vorhandenen politischen Fähigkeiten und bestätigt unsere Einschätzung. Die angeblichen AfD-Sympathisant*innen beweisen immerhin Gespür, wenn sie befürchten, dass es in Hersbruck Konsequenzen hat, sich öffentlich zu Rechtsradikalen zu bekennen. Frau Paul kann unseren Informationen nach eigentlich selber ein Lied davon singen.
Auch in Lauf haben heute etwa 500 Menschen gegen die AfD demonstriert. In zahlreichen Redebeiträgen wurde deutlich gemacht, dass ihre Menschenverachtung inakzeptabel ist und sie auf den Straßen, in den Stadt-, Gemeinde- und Kreisräten und auch in allen übrigen Parlamenten nichts zu suchen hat. Wir waren auch dort präsent und haben einen Redebeitrag gehalten.
Auch in den nächsten Wochen bleiben wir wachsam und werden nicht zulassen, dass die Nazis ungestört in Hersbruck auftreten können.
Bei den Nürnberger Nachrichten erschienen zwischenzeitlich diese Berichte:
Am 8. März finden in Bayern Kommunalwahlen statt. Mit der Gründung eines Ortsverbands der rechtsradikalen AFD gab es Befürchtungen, die Partei würde auch in Hersbruck zur Wahl antreten. Gute Neuigkeiten: Unsere Proteste im letzten Jahr zeigen Wirkung: Auch wegen dem öffentlichen Druck, dem sich potentielle Kandidat*innen der Nazipartei ausgesetzt sehen hat es die AFD nicht geschafft, hier in Hersbruck eine Liste aufzustellen. Das ermutigt und bestärkt uns für die Zukunft.
Anderswo im Nürnberger Land tritt die AFD hingegen an – sowohl für Stadt- und Gemeinderäte als auch für das Amt des Landrats. Aus diesem Grund wird es am Marktplatz in Lauf an der Pegnitz am 7. Februar um 11 Uhr eine Kundgebung eines breiten Bündnisses gegen die AFD geben. Auch wir rufen euch dazu auf, nach Lauf zu kommen und gegen die Faschist*innen der AFD Gesicht zu zeigen.