Wie die regionalen und überregionalen Medien heute berichten wurde am Wochenende versucht, das Denkmal für das ehemalige KZ-Außenlager Hersbruck anzuzünden. Darüberhinaus wurden NS-Grafitti in der Umgebung, etwa an der Therme, angebracht. Auch eine rote Heliumflasche wurde gefunden, es entstand ein Sachschaden von etwa 800 Euro.
Damit erreichen die seit Monaten immer wieder auftauchenden Schmierereien in Hersbruck einen neuen, besonders widerlichen Höhepunkt. Erst im März hatten wir zuletzt auf wieder verstärkt auftauchende rechtsextremistische Grafitti hingewiesen. Diese wurden leider bis heute von der Stadt Hersbruck nur unvollständig beseitigt – am Ortseingang Ellenbach findet sich beispielsweise bis heute ein verbotenes Keltenkreuz und der rechtsextremistische Zahlencode „1161“ (steht für „Anti-AntiFaschistische Aktion“, also eine Bedrohung politischer Gegner).
Meldungen von rechtsextremistischen Graffitis wurden in der Vergangenheit von Seiten der bearbeitenden Polizeibeamt*innen gerne als „rechts gegen links“ eingeordnet und damit verharmlost. Die fehlende deutliche Reaktion sowie das ständige Auftreten der rechtsextremistischen AfD – zuletzt wieder am 8. Juni mittags mit einem kurzen Infostand – ermutigen Rechtsextremist*innen in Hersbruck immer weiter zu gehen. Das dürfen wir in Hersbruck nicht einfach so hinnehmen. Wir verurteilen den Brandanschlag auf die Hersbrucker Gedenkstätte und hoffen, dass Stadtverwaltung und Polizei nun endlich die lokale rechtsextremistische Szene stärker unter Druck setzen.
Die Polizei bittet um Zeugenhinweise zum aktuellen Geschehen, auch wir sind immer über Hinweise dankbar und leiten sie ggf. auch gerne an die Behörden weiter.
