Lauf a.d. Pegnitz: Protest gegen AfD-Infotische und Kundgebung

Auch in Lauf ist die rechtsextremistische AfD in den letzten zwei Wochen mehrfach mit einem Infostand am Marktplatz aufgetreten. Und auch in Lauf tut die Stadtverwaltung nichts dafür, dass Gegenprotest ermöglicht wird. Trotzdem gelang es bei zwei Gelegenheiten kurzfristig Protest zu organisieren. Dabei kam es am vergangenen Freitag auch zu mehrfachen Bedrohungen und Beleidigungen seitens der Rechtsextremist*innen. Das zeigt aber auch, wie wichtig Protest ist – er verhindert effektiv, dass Hetze verbreitet werden kann und zeigt das wahre Gesicht der AfD, die sich sonst zu solchen Gelegenheiten gerne betont bürgerlich gibt.

Überhaupt sind die Rechtsextremist*innen in Lauf gerade sehr aktiv: Zwei AfD-Kandidaten aus Lauf übernahmen eine inaktive, lokale Facebook-Gruppe für Wohnungsangebote mit mehreren Tausend Mitgliedern, benannten sie um in „Lauf Ungefiltert“ und machten effektiv eine AfD-Gruppe daraus. Kritische Gruppenmitglieder wurden wie erwartbar trotz gegenteiliger Beteuerungen in der Presse ohne Umschweife aus der Gruppe geworfen – so kennt man die Vorstellung von Meinungsfreiheit bei Nazis.

Kundgebung gegen die AfD

Am Samstag, den 7. Februar um 11 Uhr, findet ebenfalls am Marktplatz in Lauf eine zentrale Kundgebung gegen die AfD statt – ein breites Bündnis ruft dazu auf. Auch die Pegnitz Zeitung berichtete bereits darüber.

Die Kundgebung richtet sich gegen den Antritt der Rechtsextremist*innen bei den bayerischen Kommunalwahlen am 8. März und soll zeigen, dass wir uns als Gesellschaft nicht damit abfinden, dass Nazis auf der Straße und in unseren politischen Gremien normal sind. Sie soll auch all denen Mut machen, die sich dem seit langem immer weiter voranschreitenden Rechtsruck hilflos ausgeliefert fühlen. Die monatelangen Proteste mit Millionen von Teilnehmer*innen gegen die AfD und ihre Vertreibungsphantasien im Jahr 2024 haben gezeigt, dass wir nicht alleine sind. Nicht in Lauf und nicht anderswo.

Kommt deshalb alle am Samstag nach Lauf und sagt auch noch einmal euren Freund*innen und Bekannten Bescheid.

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